Weiterentwicklung

Zentrales Element des Sicherheitskonzeptes, das im Rahmen des Praxis- und Forschungsprojektes für den ASP Kolle 37 entwickelt wurde, sind die sogenannten Zusatzvereinbarungen, die alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zusätzlich zu ihren Arbeitsverträgen oder Beschäftigungsvereinbarungen unterschreiben müssen und die auch für Ehrenamtliche gelten. Sie enthalten Regeln für den Umgang von Erwachsenen mit Kindern und Jugendlichen und unterscheiden sich je nach Aufgabenfeld.

Der Sinn dieser Regelwerke ist es, klare Position zum Kinderschutz und gegen sexuelle Gewalt zu beziehen und zu dem Thema ins Gespräch zu kommen,  das Bewusstsein für professionelle Nähe und Distanz zu schärfen, für Transparenz und Kommunikation im Arbeitsprozess zu sorgen, typischen Täterstrategien entgegenzuwirken und nicht zuletzt über eine Handhabe zur Beendigung des Arbeits- oder Beschäftigungsverhältnisses bei Verstoß gegen die Regeln zu verfügen.

Die im Projekt erarbeiteten Zusatzvereinbarungen, die im Anhang des Buches veröffentlicht sind, wurden auf ASP Kolle 37 und später auch in den anderen Einrichtungen von Netzwerk Spiel/Kultur einschließlich der Kindergärten eingeführt und haben sich dort bewährt. 

Im Laufe der Zeit ergab sich jedoch für uns mehrfach die Notwendigkeit, diese Zusatzvereinbarungen weiterzuentwickeln – zum einen, um die Erfahrungen und Erfordernisse aus der Praxis einfließen zu lassen und zum anderen als Reaktion auf einschlägige Gesetzesänderungen (z.B. die Einführung des § 72a SGB VIII Persönliche Eignung oder des § 30a BZRG Antrag auf ein erweitertes Führungszeugnis). Änderungen folgten außerdem aus der nochmaligen Prüfung durch eine Rechtsanwältin.

Beispiele für aktualisierte Zusatzvereinbarungen und andere Vorlagen finden sich hier.